Journal

Kognitive Verhaltenstherapie Workshop zur Einführung in Lippstadt/NRW.

Kognitive Verhaltenstherapie Workshop zur Einführung in Lippstadt/NRW.

Termin am 12/13.10.2019

Herzlich Willkommen zur Einführung in die Kognitiven Verhaltenstherapie.

Das Kennzeichnende aller Formen Kognitiver Verhaltenstherapien besteht im Prozess der Kognitiven
Umstrukturierung, in dem die herausgearbeiteten Bewertungssysteme der Patienten auf Realitätsbezug,
Logik und Funktionalität bzw. Zielgerichtetheit geprüft und die für eine emotionale Störung oder gestörtes
Verhalten verantwortlichen Denkmuster modifiziert werden.
Im Unterschied zur klassischen Verhaltenstherapie bemühen sich Kognitive Verhaltenstherapeuten
zunächst um die Veränderung irrationaler oder dysfunktionaler Gedankenmuster, bevor auch sie daran
gehen, mithilfe strukturierter Arbeits und Übungsprogramme die auf der Einsichtsebene gewonnenen
Erkenntnisse in neues, zielgerichtetes Denken und Verhalten umzusetzen. Dazu werden die
Patienten in verhaltenstherapeutischer Manier ermuntert, ihr zunächst noch theoretisches Wissen durch
neue Erfahrungen in Verhaltensübungen auch glauben zu lernen.
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die eine erfolgreiche Kognitive Umstrukturierung fördern, sind
interaktionistisch, und der Weg dorthin führt oftmals über philosophische Betrachtungen. Dieser Prozess
lässt sich in fünf Phasen unterteilen und beschreiben:

  • Die Emotionsentstehung
  • Dysfunktionale Konzepte und Denkstile aufspüren, sichtbar machen.
  • Identifizierte Konzepte auf Angemessenheit prüfen
  • Neue, funktionale Konzepte erstellen.
  • Neue Konzepte glauben lernen.

Der Kurs ist offen für Personen, die psychotherapeutisch oder beratend im psychosozialen Sektor arbeiten oder sich hierzu in Ausbildung befinden.

Sie lernen die Basiselemente der Kognitiven Verhaltenstherapie kennen.
• das Konzept und die therapeutische Haltung
• Behandlungskonzepte und verschiedene Werkzeuge.
• das Wahrheitskonzept.
• Gesprächsführung und Disputtechniken
• das Glaubenlernen neuer Konzepte.

Diese Fortbildung umfasst 16 Themenpunkte a 45min und findet Samstags und Sonntags statt.

Der Kursabschluss ist zertifiziert, bei mindestens 90% Anwesenheit.bezogen auf die Kursdauer.

 

Anmeldung schriftlich: Email: ralf.baumhoefer@gmail.com

Kosten: 320 EUR

Der Workshop findet in unseren Räumen in der:

Barbarossastraße 43 c, 59555 Lippstadt

Unsere Räumlichkeiten befinden sich in der 1. Etage, ein Aufzug ist nicht vorhanden.

 

Herzliche Grüße

Ralf Baumhöfer

 

 

Stress

Stress

Psychotherapie bei Stress in Lippstadt, Kreis Soest

Wozu dienen Stressreaktionen?

Die Amygdala, ein Hirnorgan, kann die Ausschüttung von Stresshormonen, wie z.B. Cortisol, bewirken. Diese Stresshormone verursachen dann körperliche Veränderungen, die uns bei der besseren Bewältigung der Situation helfen. Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis diese Hormone wieder abgebaut sind. Das heißt, wir können eine Stressreaktion nicht einfach mit unserem Willen abschalten.
Weitere körperliche Veränderungen können dadurch ausgelöst werden, dass die Amygdala das sympathische Nervensystem aktiviert. Dies führt beispielsweise zu erhöhter Herzfrequenz, erhöhter Muskelanspannung, schnellerer und flacherer Atmung und außerdem zu mentaler Aktivierung.
Wichtig sind außerdem Verbindungen innerhalb des Gehirns, die dort zu einer erhöhten Aktivierung führen.

Die von der Amygdala eingeleiteten körperlichen und psychischen Veränderungen dienen dazu, den Körper auf die Abwehr möglicher Gefahren optimal vorzubereiten:

-Die Ausrichtung der Wahrnehmung und des Denkens auf mögliche Gefahren sorgt dafür, dass man diese möglichst frühzeitig erkennt.
-Die erhöhte Muskelanspannung bereitet den Körper auf Flucht oder Kampf vor.
-Die erhöhte Herzfrequenz sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskeln.
-Und eine beschleunigte Atmung sorgt für mehr Sauerstoff in den Muskeln, so dass diese leistungsfähiger werden.

Diese Vorbereitungen auf bestimmte Handlungen waren für unsere Vorfahren ein wichtiger Vorteil im Kampf ums Überleben. Unser Körper ist so konstruiert, dass er in gesundem Zustand bei kurzfristigen Stressreaktionen und negativen Gefühlszuständen keinen Schaden nimmt. Auch heute noch sind nämlich Stressreaktionen kurzfristig hilfreich, um erhöhte Anforderungen besser bewältigen zu können. Negative Gefühle können einem zeigen, dass die eigenen Wünsche und Ziele nicht im Einklang stehen mit den aktuellen Erfahrungen. Sie können uns aktivieren und motivieren, etwas dagegen zu tun, und uns so dabei helfen, diesen Einklang wieder herzustellen.
Somit hat jede Stressreaktion und jedes negative Gefühl auch seine positiven Seiten!
Schneller, flacher Atem, verstärkte Durchblutung in großen Muskeln, erweiterte Pupillen, verringerte Durchblutung der Peripherie, geistige Aktivierung, verstärkte Schweißbildung Adrenalinausschüttung, Blutdruck und Herzschlag, Ausschüttung von Zucker ins Blut, erhöhte Muskelanspannung, Stressreaktionen als Handlungsvorbereitung.

Wie entstehen „negative“ Gefühle und wofür sind sie gut?
Während die Amygdala den Körper mit der Stressreaktion schon einmal für eine schnelle Reaktion auf die potenzielle Bedrohung vorbereitet, wird die Situation in höheren kognitiven Arealen genauer analysiert. Je nachdem, wie dort die Situation eingeschätzt wird, wird dann die emotionale Vorbereitungsreaktion weiter spezifiziert.
Wenn man die Situation so einschätzt, dass man schwächer ist als der Angreifer, wird die erste unspezifische Stressreaktion in eine Angstreaktion umgewandelt, die einen dann möglichst gut auf die Fluchtreaktion vorbereitet. Wenn man dagegen die Situation so bewertet, dass man stärker ist als der Angreifer, wird die Stressreaktion zu einer Ärgerreaktion. Der Ärger leitet dann die körperlichen und geistigen Prozesse ein, die man braucht, um sich aktiv gegen den Angriff zu wehren. Angst, Ärger…
Gefühle lassen sich also als spezifische Reaktionen auf die aktuelle Situation verstehen, die uns das richtige Verhalten erleichtern sollen. Sie resultieren v.a. aus Bewertungen unserer Wahrnehmung in Bezug auf unsere Ziele und Bedürfnisse. Diese Bewertungen werden auch von unseren aktuellen Stimmungen und von unserem aktuellen körperlichen Befinden ausgelöst.

Dabei ist unser emotionales Erleben ständig in Bewegung. Wenn ein bestimmtes Gefühl einmal im Gehirn ausgelöst ist, wird das Teil der aktuell wahrgenommenen Situation und ebenfalls in die Bewertung mit einbezogen. Je nachdem wie ich bestimmte Gefühle bewerte, kann dann das erste („primäre“) Gefühl ein anderes („sekundäres“) Gefühl auslösen. So kann z.B. Angst vor der Angst in Panik resultieren, Ärger auf den eigenen Ärger kann zu noch mehr Ärger führen, Scham über depressive Stimmungen kann die depressive Stimmung verstärken. In manchen Situationen können ganze Ketten von sekundären Emotionen entstehen

Beispiel: Jemand beleidigt mich, es kommen Wut, Scham und vielleicht auch Traurigkeit auf. Oft sind es v.a. die sekundären Gefühle, die Probleme bereiten und zu einer Intensivierung potenziell schädlicher Gefühle führen. Deswegen ist es für unser Wohlbefinden besonders wichtig zu wissen, wie wir mit einem Gefühl so umgehen können, das dieses nicht in schädliche, sekundäre Gefühle münden.

Wann ist Stress schädlich? Wann sind negative Gefühle schädlich?
Die grundlegenden Reaktionsmuster von Stress und negativen Gefühlen haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, weil sie Handlungen vorbereitet haben, die unseren Vorfahren halfen, das Überleben und die Fortpflanzung zu sichern.
Unser persönliches emotionales Reaktionssystem entstand auf der Grundlage der Lernerfahrungen, die wir bislang in unserem Leben (speziell auch in der Kindheit) gemacht haben.
Unsere emotionalen Reaktionen sind somit noch mit das Produkt unseres stammes und lerngeschichtlichen Erbes.
Oft ist dies ein wertvolles Erbe, das uns helfen kann, unsere Ziele gut zu erreichen und unsere Grundbedürfnisse angemessen zu befriedigen.
Manchmal reagieren wir aber so, wie es in der Steinzeit oder in unserer Kindheit noch hilfreich gewesen wäre, was jedoch in der aktuellen Situation eher schädlich ist.
In unserem Gehirn werden dann „alte Bewertungsmuster“ aktiviert, die uns in der aktuellen Situation keine korrekte Bewertung der Situation vermitteln, und die uns unter Umständen nicht helfen, mit der Situation konstruktiv umzugehen. Deswegen ist es so wichtig, nicht im „Autopilot“ auf die aktuellen Bewertungen und Gefühle zu reagieren, sondern die Angemessenheit der eigenen Reaktionen kritisch zu hinterfragen.
Ganz besonders wichtig ist ein aufmerksamer Umgang mit den eigenen Gefühlen dann, wenn wir längere Zeit unter Stress und negativen Gefühlen leiden, denn:
Anhaltender unkontrollierbarer Stress und chronifizierte negative Gefühle stellen ein bedeutsames Risiko für die körperliche und psychische Gesundheit dar!

Mittlerweile zeigen viele wissenschaftliche Studien, dass anhaltender unkontrollierbarer Stress die Entwicklung somatischer Beschwerden wie Herzinfarkt, Gastritis, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Adipositas, usw. begünstigt.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

Mobbing

Mobbing

 

Mobbing Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz in Lippstadt, Kreis Soest

Mobbing ist eine Gewaltform, die Schulen Probleme bereitet. Oft wird Mobbing nicht erkannt, oft gelingt es nicht, adäquat zu reagieren. Aus Unsicherheit werden Mobbingprozesse dann von vielen Lehrern ignoriert. Dieses Verhalten scheint die Regel zu sein. Es ist belegt das über 80% der Kinder und Jugendlichen, die ihre Klasse wegen Mobbings verlassen, kein persönliches Gespräch über ihre Situation mit einem Lehrer hatte   (Quelle: Prof. em. Françoise Alsaker)  

Dabei ist Nichtstun das Schlimmste, was ein Lehrer sich selbst, dem Opfer, den Tätern und den Unbeteiligten zufügen kann. Der Lehrer verliert die Achtung und Akzeptanz eines Großteils seiner Klasse. Vielleicht leidet der Kollege auch darunter, dass er hilflos zusieht, wie sich vor seinen Augen Gewalt abspielt, wie es ihm nicht gelingt, das Grundrecht jedes Schülers durchzusetzen, nämlich unbeschadet zu lernen. Das Opfer erfährt, dass seine Leiden unwichtig sind, dass es nicht auf Hilfe hoffen darf und dass es sich damit abfinden muss, weiter gequält zu werden. Und die Täter, also die Jugendlichen, die ungehindert einen Klassenkameraden mobben, lernen täglich neu, dass Regelbrüche in der Schule normal sind, dass ihre Übergriffe folgenlos hingenommen werden. Die Klasse gewöhnt sich an den alltäglichen Regelverfall, an die Hilflosigkeit und an die Angst.

Im Umgang mit Mobbing stehen Lehrer vor vielen Problemen: Oft wird Mobbing nicht erkannt, oft wird es verharmlost, oft nicht konsequent geahndet.

Oft gehen Unbeteiligte davon aus, dass Mobbing-Opfer durch ihre Schwäche oder durch eklatantes Fehlverhalten das gegen sie gerichtete Mobbing provoziert hätten. Diese Annahme ist falsch. Mobbing-Opfer kann jeder werden. Besonders oft trifft es sanfte und sensible Kinder. Schwer haben es in der Regel auch Jugendliche die auf Grund ihrer besonderen Leistungsfähigkeit eine Klasse überspringen.

In unserer Gesellschaft finden wir sich ändernde Kindheitsmuster. Die Sozialisation durch die Nachbarschaftsgruppe Gleichaltriger, durch die Kinder automatisch konstruktive Konfliktmuster ausprobieren, wird seltener. Kinder erleben ihre Kindheit zunehmend zu Hause. Die alltägliche Erfahrung, dass man die anderen für gelungene Spiele braucht und sich deshalb mit ihnen einigen muss, fehlt vielen modernen Kindern. Diese Individualisierung, die von Sozialwissenschaftlern als die prägende gegenwärtige Entwicklung herausgestellt wird, führt zu einem Wertewandel und Werteverlust. Das wiederum führt zu Handlungsunsicherheiten. Und fehlende Sicherheit wird oft durch Aggression kompensiert. Medienwelt Auch der Einfluss der Medien spielt eine wichtige Rolle. Es geht hier nicht darum, die Gewalt in Videospielen für alles verantwortlich zu machen. Nach meinen Erfahrungen und Deutungen spielt die mediale Inszenierung von Sadismus als Vergnügen wie z.B. in Castingshows eine wichtige Rolle dabei, dass die Hemmschwelle gegenüber Mobbing sinkt. Die nachmittäglichen Talkshows, oder auch die Onlinesucht zeigen den Kindern Tag für Tag auf, dass es unterhaltsam und sozial verträglich ist, Schwächen anderer genussvoll auszubreiten und anzugreifen.

In der Familie finden wir zunehmend ein verändertes Erziehungsverständnis. In Sprechstunden hören Lehrer immer häufiger merkwürdige Sätze wie „Machen Sie das mal, ich weiß nicht mehr, wie ich mit meinem Sohn klarkommen soll. Sie haben das gelernt“ oder „Ich bin die beste Freundin meiner Tochter“. Bei vielen Mobbingtätern wechselt das Elternverhalten zwischen extremer Verwöhnung, Verschmelzung mit dem eigenen Kind und dessen Vernachlässigung. Das zeigt sich unter anderem darin, dass diese Eltern ihren Kindern grundsätzlich glauben, wenn es um Schulkonflikte geht. Sie wollen oder können sich nicht vorstellen, dass ihr Kind interessengeleitet berichtet und argumentiert. Gesellschaftliche Entwicklungen und elterliche Erziehung sind weitgehend dem Einfluss der Schule entzogen. Deshalb konzentriert sich die Darstellung der Ursachen von Mobbing auf die Ursachen, die im Fehlverhalten der Schule liegen. Ursachen, die sich im Umfeld „Schule“ finden Zunächst sollte die Annahme aufgegeben werden, dass es an Ihrer Schule kein Mobbing gibt. Mittelt man die weit auseinanderliegenden empirischen Befunde über die Häufigkeit schulischen Mobbings, so kann man davon ausgehen, dass jeder siebte bis zehnte Schüler im Laufe seiner Schulzeit Opfer von Mobbing wird. Allerdings ist diese Zahl nicht naturgegeben, sondern in erster Linie abhängig von den schulischen Konzepten selbst.

Lehrerverhalten: Lehrer, die sarkastisch und zynisch mit ihren Schülern umgehen, bieten Mobbern entsprechende Vorbilder. Die Methoden des Mobbings werden vorgelebt. Und das wiegt schwerer als jedes Lippenbekenntnis zum harmonischen Miteinander.

Lehrer, die sich ausschließlich um die fachliche Vermittlung von Inhalten kümmern, signalisieren ihren Klassen, dass das Miteinander nicht von schulischem Interesse ist. Die Gleichgültigkeit gegenüber Schülern scheint weiter verbreitet, als man annimmt. Dies lässt sich auch durch empirische Befunde belegen: 80% der Schüler, die wegen Mobbing die Klasse verlassen haben, geben an, in diesem Zusammenhang kein persönliches Wort mit einem Lehrer gesprochen zu haben. Lehrer, die Sanktionen androhen, aber sie nie vollziehen, vermitteln, dass Mobbing nichts Gravierendes ist, dass man ohne Risiko mobben kann und darf. Sie demonstrieren zugleich die Hilflosigkeit der Schule und erziehen Mobber dazu, Lippenbekenntnisse abzugeben, in denen Besserung versprochen wird. Eine dauerhaft vorgelebte Inkonsequenz entmutigt auch die Schüler, die den Lehrer als Bündnispartner gegen Mobbing gewinnen wollen. Die Opfer lernen, dass ihre Leiden nicht ernst genommen werden. Das inkonsequente Handeln kann auf mehrere Ursachen zurückgeführt werden:

  1. Angst, einen Fehler zu begehen, weil man unsicher ist, wie man mit Mobbing umgehen soll.
  2. Ein Zurückschrecken vor den Schwierigkeiten, lange Zurückliegendes aufzudecken.
  3. Furcht vor den Konflikten, die bei der Aufarbeitung von Mobbing entstehen können.

Lehrer, die Angst vor ihren Klassen haben, suchen diese nicht selten durch Anbiederung zu überwinden. Anbiedern im Zusammenhang mit Mobbing heißt, gemeinsam mit den aggressiven Wortführern den erkennbar Schwachen bloßzustellen und anzugreifen. In diesem Fall geht es den gemobbten Schülern besonders schlecht. Ihre Beschwerden werden nicht nur ignoriert, sondern bilden den Anlass für neue Übergriffe. Allerdings wäre es ein Fehler, Lehrer grundsätzlich für Mobbingprozesse verantwortlich zu machen, denn es gibt sehr gut geführte Klassen, in denen engagierte Lehrer unterrichten, in denen es aber trotzdem zu Mobbing kommt. Schulprofil Wenn einer Schule ein ethisches Grundverständnis fehlt, wirkt sich das auf die Gesamtheit der Erziehungsprozesse aus. Wegschauen und Gleichgültigkeit werden dann hingenommen. Die Außenwirkung, die man durch Leugnen von Konflikten erreichen will, wird als wichtiger empfunden als glaubwürdiges pädagogisches Handeln.

Mobbing wahrnehmen

  • Es gibt einige Indikatoren für Mobbing in der Klasse: Das Opfer ist in der Regel in der Klasse sozial isoliert. Er muss dauerhafte Übergriffe aushalten, die ihm die Missachtung seiner Person vor Augen führen. Diese Schüler werden wiederholt auf hässliche Weise gehänselt, beschimpft, verhöhnt. Sie sind oft allein und ausgeschlossen aus der Gruppe. Dies führt dazu, dass das Selbstwertgefühl des Opfers durch das Mobbing nachhaltig beschädigt wird, was wiederum entsprechende Reaktionen nach sich zieht: Viele Opfer ziehen sich zurück, reagieren gereizt auf Mitschüler, verändern sich sprunghaft, oft so, dass sie ähnlich aggressive Muster wie ihre Peiniger zeigen, ihre Leistungen lassen nach, sie zeigen sich oft ängstlich und verschlossen.
  • Die Gruppe entwickelt aggressive Verhaltensweisen. Ein gemobbter Schüler wird oft bei Gruppenarbeiten ausgeschlossen und auf dem Schulhof isoliert. Die Gruppe reagiert auf Fehlleistungen mit offenem Spott, neigt zu Beschimpfungen. Übergriffe zeigen sich beim Sport oder auf Wandertagen, wenn man sich nicht kontrolliert fühlt. Häufig reagiert die Gruppe auf Interventionen so, als habe sie ein Recht, zu mobben. Übergriffe werden heruntergespielt. In vielen Mobbingklassen sinkt die Leistungsbereitschaft.

Ich berate Sie gerne in einem Erstgespräch zu diesem Thema. Es ist wichtig frühzeitig zu erkennen das Ihr Kind, bzw. Ihre Schüler betroffen sind.

Herzliche Grüße, Ralf Baumhöfer Heilpraktiker (Psychotherapie)

Erfahrungsaustausch für Angehörige von Menschen mit psychischen Belastungen

Erfahrungsaustausch für Angehörige von Menschen mit psychischen Belastungen
Erfahrungsaustausch für Angehörige von Menschen mit psychischen Belastungen in Lippstadt (Kreis Soest)

Wie reagieren Sie, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin, oder eine andere nahestehende Person traurig ist und weint?

Sie zeigen Mitgefühl, erkundigen sich, was Sie zur Entlastung tun können und versuchen, den anderen wieder aufzubauen. Das tun wir alle und das ist auch gut so! Sie werden die Erfahrung gemacht haben das sich diese Situationen jeden Tag ergeben, Sie also täglich unterstützen und Ihre ganze Energie für Ihren Angehörigen geben. Wie reagieren Sie jetzt?

Sie merken sicherlich, dass Sie Ihr Mitgefühl, Ihr Angebot zur Entlastung, und Ihre Gesprächsbereitschaft nicht in gleicher Weise und vor allem nicht mit gleicher Kraft, über Tage und Wochen aufrechterhalten können. Was hier passiert, ist ein Dilemma für psychisch kranke Menschen und deren enge Angehörige.

Akute Situationen, z.B. eine Depression, dauern länger als Stunden oder Tage.

Zuwendung und Hilfe tun dabei auch gut, doch die Angehörigen und Freunde werden von der Niedergeschlagenheit und der von ihnen gezeigten Zuwendung, vor allem wenn sie nicht den erhofften dauerhaften Erfolg zeigt, belastet, ja oft sogar überfordert. Es ist eine normale Reaktion, dass wir auf Misserfolge frustriert reagieren, uns von Überforderungen und Negativem zurückziehen. Dies passiert auch Angehörigen und Freunden von depressiven Menschen. Länger anhaltende psychische Störungen bewirken also, dass andere sich von einem zurückziehen oder frustriert reagieren. Man kann sagen, dass die Krankheit dazu führt, dass andere Menschen sich von einem abwenden. Damit gehen jedoch dem betroffenen Menschen angenehme Erfahrungen, Unterstützung und Hilfe verloren, was zu weiterem Verstärkerverlust führt. Dieser Teufelskreis  kann dazu führen, dass das Verhältnis innerhalb einer Partnerschaft oder einer Familie, doch auch zwischen Freunden vergiftet wird, Konflikte entstehen, ein vorwurfsvoller Ton sich in den Alltag einschleicht. Was dann für den betroffenden Menschen zur Belastung und Auslöser für noch tiefere Verzweiflung und Resignation wird.

Wissenschaftler stimmen darin überein, dass die Entstehung von psychischen Krankheiten in der Regel das Ergebnis einer längeren, vielleicht über das gesamte Leben sich erstreckenden Entwicklung ist.

Personen, die eine Bereitschaft, (wir sprechen heute von „Vulnerabilität“ oder „Verletzbarkeit“) sind entsprechend psychisch belastet. Diese Verletzbarkeit kann aus vielen Quellen stammen, wie Erfahrungen, Traumatisierungen und Lernen im Laufe des Lebens (bis zurück in die Kindheit). Es können angeborene oder erworbene Stoffwechselstörungen, ungünstige Hirnstrukturen sein. Erfahrungen in der Familie, in der Ehe, im Beruf oder erlebte Notzeiten behindern adäquate Entwicklungen und führen zu fehlerhaften, ungünstigen Verarbeitungsmustern, Verschaltungen und Hirnstrukturen. Fertigkeiten, Stärken, Bewältigungsformen konnten nicht angemessen gelernt werden. Chronische oder einzelne heftige Belastungen erschöpfen das Nervensystem und machen mürbe. Mit fortschreitendem Alter verändern sich Hirnstrukturen, Stoffwechselprozesse und die seelischen Reserven. Dadurch wird man für negative Erfahrungen verletzlicher und Hilflosigkeit stellt sich ein.

Ich möchte Ihnen in einem geschützten Raum, in der Gruppe als Moderator und Ansprechpartner zur Seite stehen, auch besteht die Möglichkeit für Einzelgespräche. Es geht hier nicht um eine Psychotherapie, wir verstehen uns als Trainingsgruppe für betroffene Angehörige psychisch belastender Menschen die professionell, therapeutisch begleitet wird. Hier dürfen Erfahrungen im Zusammenleben ausgetauscht werden.

 

Ich befasse mich seit einigen Jahren mit der Psychotherapie, besuche regelmäßig Weiterbildungen, Worksgops und habe eine Ausbildungen zur Integrativen kognitiven Verhaltenstherapie am IVT Hamburg absolviert. Ich praktiziere mit Menschen in eigener Praxis und biete Ihnen entsprechend Erfahrung.

Wir treffen uns jede Woche donnerstags oder freitags im Wechsel, für ca.

120 min in unserer Praxis in der Barbarosserstraße 43c in Lippstadt.

Die Termine sind fortlaufend und können nach Lust und Laune genutzt werden.

Die Gebühr liegt bei 20 € / Teilnehmer und Abend.
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 begrenzt.

Alles was bei uns besprochen wird, fällt selbstverständlich unter die Schweigepflicht.

Bei Interesse melden Sie sich einfach per Mail: ralf.baumhoefer@gmail.com

oder telefonsich unter unserer Büronummer:
05258 / 980 9 259.

Herzliche Grüße,
Ralf Baumhöfer

 

 

Selbsthilfetraining bei Depressionen, Burnout und Belastungen in Lippstadt.

Selbsthilfetraining bei Depressionen, Burnout und Belastungen in Lippstadt.

Selbsthilfetraining in Lippstadt im Kreis Soest.

Mein Name ist Ralf Baumhöfer, ich bin Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis.

Ich möchte Sie ganz herzlich zu unserem Selbsthilfetraining mit therapeutischer Begleitung begrüßen.

Depressive Symptome und Belastungen verursachen bei Betroffenen einen hohen Leidensdruck, bis hin zur völligen Antriebslosigkeit.

Ich arbeite als Therapeut mit der Verhaltenstherapie und der Kognitiven Verhaltenstherapie in Einzelsitzungen.

Aufgrund langjähriger Praxiserfahrung, möchte ich die öffentliche Gesundheitspflege fördern, speziell möchte ich dazu beitragen, dass gesundheitliche Wohl von depressiv erkrankten Menschen zu fördern, die Unterversorgung ein wenig aufzufangen und mit sinnvollen Maßnahmen zu unterstützen, um die Diagnose den Leidensdruck von Depressionen, Ängsten und Belastungen zu verbessern.

Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer schweren, behandlungsbedürftigen Depression.

Leider werden immer noch viel zu wenige so behandelt, wie es notwendig wäre.
Wir wissen aus Untersuchungen, dass nur ungefähr 10 bis 20 Prozent aller an einer behandlungspflichtigen, schweren Depression erkrankten Patienten eine empfohlene, wissenschaftlich fundierte Behandlung bekommen.
Das ist skandalös in einem der reichsten Länder der Welt.
Zum Teil werde die Erkrankung nicht erkannt, weil sich Betroffene möglicherweise schämen und keine Hilfe suchen. Dagegen möchte ich etwas tun.

Meine Überzeugung: Das tiefe gegenseitige Verständnis, die gegenseitige Akzeptanz und das gegenseitige Vertrauen in einer solchen Gruppe von Betroffenen, unterstützen maßgeblich dabei, mit sich und seinen Problem besser umzugehen.
Das schafft die Grundlage um sein Leben wieder selbstbestimmter anzugehen.

Darüber hinaus liegt bei den Gruppen für Menschen mit depressiven Symptomen der Fokus noch stärker auf positiven Erlebnissen, den kleinen Erfolgen und auf gemeinsamen Aktivitäten.

Ich möchte Ihnen in einem geschützten Raum, in der Gruppe als Moderator und Ansprechpartner zur Seite stehen, auch besteht die Möglichkeit für Einzelgespräche. Es geht hier nicht um eine Psychotherapie, wir verstehen uns als Selbsthilfegruppe die professionell, therapeutisch begleitet wird.

Ich befasse mich seit einigen Jahren mit der Psychotherapie, besuche regelmäßig Weiterbildungen, Worksgops und habe eine Ausbildungen zur Integrativen kognitiven Verhaltenstherapie am IVT Hamburg absolviert. Ich praktiziere mit Menschen in eigener Praxis und biete Ihnen entsprechend Erfahrung.

Wir treffen uns jede Woche donnerstags oder freitags im Wechsel, für ca.
120 min in unserer Praxis in der Barbarosserstraße 43c in Lippstadt.

Die Termine sind fortlaufend und können nach Lust und Laune genutzt werden.

Die Gebühr liegt bei 20 € / Teilnehmer und Abend.
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 begrenzt. Jedem Teilnehmer steht Begleitmaterial (Handout) zur Verfügung

Alles was bei uns besprochen wird, fällt selbstverständlich unter die Schweigepflicht.

Bei Interesse melden Sie sich einfach per Mail: ralf.baumhoefer@gmail.com

oder telefonsich unter unserer Büronummer:
05258 / 980 9 259.

Herzliche Grüße,
Ralf Baumhöfer

 

 

 

 

 

Zwänge

Zwänge

 

Die häufigsten und auch bekanntesten Manifestationsformen der Zwangsstörung sind die Wasch- oder Putzzwänge sowie die Kontrollzwänge.

Diese Differenzierung ist für unterschiedliche Strategien in der Therapie bedeutsam. Wasch- und Putzzwänge sind in der Regel mit der Furcht vor einer Ansteckung mit Krankheitskeimen oder Verunreinigung mit menschlichen Ausscheidungen, gefährlichen Chemikalien o. Ä. verbunden. Typischerweise befürchten die Betroffenen, durch den Kontakt mit diesen Stoffen krank zu werden, zu sterben oder andere dadurch krank zu machen, dass sie die betreffenden Keime oder Verschmutzungen weitergeben.

Während Waschzwänge früher vor allem durch die Angst vor Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe oder Herpes ausgelöst wurden, steht heute die Angst vor AIDS im Vordergrund, aber auch Krebs und BSE spielen als Themen eine Rolle.

Offensichtlich spiegelt sich in den Inhalten der Zwänge der Zeitgeist wider. Kontrollzwänge beziehen sich typischerweise auf Elektrogeräte wie Herd, Kaffeemaschine, Bügeleisen etc.), die in der Vorstellung der Betroffenen einen Hausbrand verursachen könnten, oder auf Türen und Fenster, die wegen der Gefahr eines Einbruchs verschlossen sein müssen.

Auch die Sorge, dass man einen anderen Menschen verletzt haben könnte, löst oft vielgestaltige Kontrollen, aber auch Vorsichtsmaßnahmen und wiederholtes Abgehen oder -fahren derselben Wegstrecken aus.

Ganz allgemein ist die Furcht davor, einen Fehler begangen zu haben, der das soziale Ansehen und Leben ruinieren könnte, einer der häufigsten Auslöser für Kontrollzwänge. Hin und wieder spielt auch die Sorge, einen körperlichen Makel zu haben, hier mit hinein. Grundsätzlich sind viele Kontrollzwänge nicht beobachtbar, sondern laufen ausschließlich auf der kognitiven Ebene ab.

Nach den jüngsten epidemiologischen Studien stellen Zwangsstörungen in Deutschland mit einer Ein-Jahres-Prävalenz von 3,6 % die vierthäufigste psychische Störung nach den Phobien, der Depression und den Suchterkrankungen dar.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

Paartherapie

Paartherapie

Paartherapie in Lippstadt, Kreis Soest.

Die traditionelle „Paarpsychotherapie“ hat ihre Wurzeln in der tiefenpsychologischen, häufig auch in der psychoanalytischen sowie der systemischen Tradition.

Denn den wenigsten Streitenden ist klar, dass die Reaktionsmuster gar nicht aus der aktuellen Partnerschaft stammen, sondern entweder den traumatisierten und traumatisierenden Eltern abgeschaut oder als kindliche Reaktion auf wiederholte seelische Erschütterungen in der Familie erworben wurden. Von daher taugen diese Streitmuster gar nicht zur Konfliktlösung in der bestehenden Partnerschaft, zwingen sich aber wie automatisch auf. Wer mit Zittern und heftigen Körperreaktionen auf Konflikte reagiert, sich ständig rechtfertigen muss, immer der PartnerIn die Schuld für das bestehende Drama gibt, sich Klärungen in entspannter Atmosphäre entzieht und stattdessen dann mit Vorwürfen herausplatzt, wenn das Klima spannungsgeladen ist; wer vielleicht sogar mit Hohn und Spott auf den Kummer der PartnerIn reagiert oder offene Zeichen von Verachtung zeigt – der oder die hat eigentlich fast schon diese Partnerschaft verloren; es sei denn, sie wird mit Gewalt und / oder existenzieller Not zusammengehalten. Und doch scheinen die Kontrahenten keine Lösung in diesen stets wiederkehrenden und häufig komplementären Mustern des Streitens zu finden.

Die komplexen Vorgänge im Gehirn, die in Beziehungen zum Streit führen, haben für traumatisierte Paare einen hohen Erklärungswert. In unser Gehirn ist ein Alarmsystem eingebaut. Die Amygdala hat die Aufgabe, eingehende Sinneseindrücke zu bewerten und zu filtern.

Es ist im weiteren Sinne fatal zu streiten. Jeder, der schon einmal heftig gestritten hat, kennt die nun stattfindende physische Reaktion des kurzen Stresskreislaufes: Das Herz schlägt wie verrückt, dass Blickfeld ist eingeschränkt, die Lunge pumpt, das Sprachzentrum dreht durch. Streitende reden in der Regel „dummes Zeug“. Selten sind die Inhalte, die in diesem Zustand ausgetauscht werden, auf einem höheren Niveau.

Darauf haben wir nur geringen Einfluss, denn das Schutzsystem im Gehirn, der Amygdala wird hormonell gesteuert. Ist die Amygdala der Meinung, es drohe ein Unglück, dann schüttet sie in Sekundenschnelle Stresshormone aus, wie zum Beispiel Kortisol und Noradrenalin. Diese Substanzen befähigen uns, vom Ruhemodus augenblicklich in den Kampfmodus zu wechseln. Aus diesem Grund ist ein Streit fatal und hochgradig destruktiv, was nicht heißt, dass traumatisierte Paare ihn so einfach lassen könnten.

Je schrecklichere Krisen sich aus der Kindheit im Gehirn eingekapselt haben, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Warnsystem im Gehirn Schaden genommen hat. Es wirkt dann eher wie ein defekter Bewegungsmelder. Stellen wir uns eine Spirale vor: Wird diese zu weit auseinandergezogen, verliert sie für immer ihre elastische Spannung. Umso mehr Stress ein Kind erleben musste, desto stärker wird die Funktion des Warnsystems überstrapaziert. Das Stressverarbeitungssystem ist nicht mehr in der Lage, vor Bedrohungen zu schützen. Eine traumatisierte Person hat vermutlich auch die Fähigkeit eingebüßt, sich gegen Angriffe wirkungsvoll abzugrenzen.

Betroffene können nichts dafür, alles wird von Hormonen gesteuert, wenn es eskaliert. Was nicht bedeutet, dass wir nichts ändern könnten. Doch langsam begreift das Paar, dass Reden oder eine bessere Kommunikation nicht wirklich hilft. Wenn der Stresskreislauf angetriggert wird, dies konnte man mithilfe von bildgebenden Verfahren bei der Erinnerung an extreme Krisen nachweisen.

Man kann sich nicht vornehmen, ruhiger zu reagieren: Das liegt außerhalb des Entscheidungsspielraums, solange das Gehirn Stresshormone ausschüttet. Dass Streit Stress verursacht, Stress zur Eskalation beiträgt, die Eskalation Stresshormone ausschüttet und damit wiederrum den Streit anheizt.

Um einzuschätzen, ob den Beziehungskrisen eine komplexe traumatische Belastungsstörungen aus der Kindheit bzw. eine daraus resultierende Persönlichkeitsstörung zugrunde liegt, ist es hilfreich, die Kriterien einer gesunden Beziehung und seelisch reifer Partner voranzustellen.

Anzeichen einer gesunden Beziehung: In einer intakten und entwicklungsfähigen Partnerschaft gibt es eine ausgewogene Balance zwischen Nähe und Kommunikation. Gefühle können angemessen zum Ausdruck gebracht werden, was dafür sorgt, dass unzumutbare Einschränkungen oder Belastungen zum Positiven verändert werden. Jeder der beiden Beziehungspartner stellt sich emotional, empathisch und dennoch als eigenständig abgegrenzte Person auf den anderen ein. Jeder kann zwischen den eigenen Bedürfnissen und Wünschen sowie den Absichten und Hintergründen des Partners unterscheiden.

Es besteht die Fähigkeit, gemeinsam Entscheidungen und Absprachen auszuhandeln und diese auch zuverlässig einzuhalten und für das Eigene beharrlich und ruhig einzutreten. Jeder kann über sein Verhalten, seine inneren Motive und empfundenen Unstimmigkeit reflektieren. Der Partner wird als eigenständiges Wesen mit Empfindungen, eigener Geschichte, Antrieben, Begabungen und erworbenen Mustern angesehen. Der Kontakt zum Körper, zu Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen ist lebendig und flexibel. Beide sind in der Lage, sich selbst und den anderen realistisch und zutreffend einzuschätzen. Die Belange des anderen gegenüber und die eigene Entwicklung werden in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt.

Die Beziehung wird als Quell von Wachstum und Herausforderung angesehen. Ebenso besteht die Bereitschaft, Grenzen zu setzen oder gar die Partnerschaft aufzukündigen, wenn die entwicklungsfördernde Basis auf Dauer gefährdet oder zukünftig nicht mehr vorhanden ist.

Traumazenrierte Beziehungsmuster führen zu Störungen der emotionalen Reaktion, zu intensiven Krisen in der Partnerschaft, impulsiven Ausbrüchen, selbstverletzendem Verhalten, Schlaf- und Essstörungen, Kopfschmerzen, Selbsthass, Schuldgefühlen, Hilflosigkeit und zum Verlust autonomen Handelns.

Vor allem ist jedoch die Sexualität betroffen, da traumatische Erfahrungen in einer Region des Gehirns gespeichert werden, in der auch die neurovegetativen Prozesse gesteuert werden. Diese Beschreibung über das Erleben eines Menschen mit einer traumazentrierten Bindungsstörung trifft vor allem auf Streit-Paare zu:

,,Die Objektbeziehungen sind am ehesten als infantil, egozentrisch, fordernd und ausbeutend zu beschreiben, manchmal einhergehend mit extremer Passivität, unreifer Überidealisierung und Unterwerfung, Letzteres kann von Wut und Ärger begleitet sein“ (Abend, Porter & Willick 1994, S. 75).

Die Schwere der Traumatisierung in der Herkunftsfamilie kann entweder zu einer fragmentierten (in mehrere innere Anteile aufgespaltenen) inneren Bindung an eine Bezugsperson führen oder diese Bindung gänzlich zerstören. Insbesondere schwere emotionale und körperliche Vernachlässigung oder Gewalt und Missbrauch können einen regelrechten Zusammenbruch des inneren Bindungsmusters bewirken. Der Widerspruch zwischen der Sehnsucht nach Nähe, Versorgung und harmonischer Beziehung und dem diesem Wunsch entgegenstehenden Bedürfnis nach Eigenständigkeit, Distanz bzw. die Angst vor Vereinnahmung verdeutlichen den seelischen Konflikt.

,,Wenn ich mich ganz auf einen anderen Menschen einlasse, werde ich über kurz oder lang enttäuscht, die dann entstehende Trennungsangst oder den Trennungsschmerz kann ich nicht aushalten. Aus diesen Gründen habe ich Abwehrmöglichkeiten entwickelt, die Beziehung zu anderen niemals so intensiv werden zu lassen, dass ich von dieser Beziehung abhängig werden könnte“ (Mertens 1992, zitiert in Brisch 2010, S. 113).

Auch Karl Heinz Brisch (2010, S. 111) beschreibt die Folgen, die ein traumatisierendes Lebensumfeld auf die Beziehungsfähigkeit eines Menschen haben kann: „Traumatische Erfahrungen zerstören die Bindungssicherheit und wirken sich besonders zerstörerisch auf die gesunde psychische Entwicklung aus, wenn das Trauma durch die Bindungspersonen ausgeübt wird. Schwerwiegende psychopathologische Entwicklungen mit Bindungsstörungen als einer grundlegenden Hauptsymptomatik sind die Folge, die Teil einer umfassenden schweren Persönlichkeitsstörung sind, wie dies von Borderline-Persönlichkeitsstörungen und schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörungen bekannt ist.“

In einer Partnerschaft wird stets beides aktiviert: das Bedürfnis nach Bindung und die Angst vor Abhängigkeit und Verletzlichkeit. Menschen mit Beziehungswunden fällt es schwer, Beziehungen oder andere Personen realistisch einzuschätzen oder zu beschreiben. Eine Partnerschaft ist ihnen oft nur dann möglich, wenn sie den Partner kontrollieren. Das nimmt ihnen teilweise die Angst.

Ich berate Sie gerne dazu in einem Erstgespräch

 

 

 

 

 

 

Agoraphobie

Agoraphobie

Wenn Sie unter einer Agoraphobie leiden, kann dies sowohl mit als auch ohne Auftreten von Panikattacken einhergehen.
Das zentrale Problem ist aber Ihre Angst, an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig oder peinlich wäre
oder in denen sich beim Auftreten panikartiger Symptome keiner um Sie kümmern würde oder Hilfe nicht erreichbar
sein könnte.

Betroffene erleben in den gefürchteten Situationen möglicherweise auch körperliche Angstempfindungen wie Herzklopfen,
Pulsrasen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Zittern, Beklemmungsgefühle in Brust- und Herzgegend.

Ihnen kann in diesen Situationen schonmal schwindelig geworden oder auch ein Gefühl von Verzerrung der Umwelt
oder der eigenen Person begegnet sein. Sie haben in diesen angstauslösenden Situationen möglicherweise auch schon
mal Doppelbilder gesehen oder Gefühllosigkeit bzw.

Kribbeln in Händen und Armen erlebt. Vielleicht waren die
Symptome auch schon einmal so stark, dass der Gedanke auftrat, verrückt zu werden oder sogar zu sterben.
Im Gegensatz zu einer umgrenzten Panikstörung beziehen sich agoraphobische Ängste allerdings immer auf ein charakteristisches
Muster von Situationen, wie z. B. alleine außerhalb von zuhause zu sein, in Menschenmengen, Kaufhäusern,
Warteschlangen, auf Brücken zu stehen oder auf Reisenmit Bus, Zug oder Auto zu sein.

Diese Situationen werden vermieden oder sie werden nur mit deutlichem Unbehagen und mit der Angst vor dem
Auftreten einer Panikattacke oder panikähnlichen Symptomen ertragen oder können nur in Begleitung aufgesucht
werden.
Die Vermeidung ist hierbei das Leitsymptom. Dabei kann das Vermeidungsverhalten sehr offen zu Tage treten oder
aber auch versteckt sein und weder den Betroffenen selbst noch den Angehörigen zunächst auffallen.

So kann es sein, dass sich Agoraphobiker »einreden«, noch nie gerne U-Bahn, Bus oder auf der Autobahn mit dem
eigenen Auto gefahren zu sein.

Darum haben sie sich beispielsweise angewöhnt, statt Bahn zu fahren, sich von ihrem
Partner oder einer guten Freundin mit dem Auto fahren zu lassen. Oder sie fahren nur noch auf dem Beifahrersitz,

»weil ihre Frau schon immer die bessere Autofahrerin war«.

»Einkaufen kann man ja genauso gut online«

oder

»der Ehemann hat sich angewöhnt, die Einkäufe komplett zu übernehmen.

Sie haben möglicherweise auch andere – zunächst unsichtbare–Vermeidungsrituale entwickelt (Handy, Beruhigungsmittel,
Apotheken und Arztpraxen auf Ihrem Weg). Leider breitet sich auch das bestorganisierte Vermeidungsritual in der Regel im Laufe der Zeit immer weiter aus und die Erwartungsängste übertragen sich auf bisher als unbedenklich wahrgenommene Situationen. Dann wird der Freiheitsradius immer kleiner und die Abhängigkeit von anderen Menschen oder von Hilfsmitteln, die ein Sicherheitsgefühl vermitteln, immer größer.

Genau dort setzt unser Behandlungsangebot an, indem wir Sie unterstützen,
-Ihre körperlichen Symptome und Befürchtungen realistisch einzuschätzen;
-Ihre Katastrophenphantasien selbst in Frage zu stellen;
-IhreWahrnehmung gezielt zu beeinflussen;
-sich den bislang vermiedenen Situationen auszusetzen;
-die Erfahrung zu machen, dass Sie trotz Angst Ihr Kontrollerleben stärken,
-damit die körperlichen Symptome positiv im Sinne der Abschwächung regulieren und
-Ihren Bewegungsradius wieder zu vergrößern.

Ich möchten Ihnen dazu konkrete Techniken vermitteln, mit denen Sie Ihre Symptome bewältigen und die »Angst in
den Griff« bekommen können, sodass Ihr Leben nicht mehr von der Angst bestimmt wird.

Ich berate Sie dazu gerne in einem Erstgespräch.

Schlafstörungen

Schlafstörungen

Die vorherrschende Beschwerde besteht in Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten oder nicht erholsamem Schlaf für mindestens einen Monat.

Die Schlafstörung, oder damit assoziierte Tagesmüdigkeit führt zu signifikantem Leiden oder Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Die Schlafstörung ist nicht primär auf eine psychische Erkrankung, z.B. Depression, Angststörung zurückzuführen und nicht direkt auf die Wirkung einer Substanz (Droge, Medikament) oder eine medizinische Erkrankung zurückzuführen.

Vor Beginn jeder Behandlung muss demnach eine gründliche organische und psychiatrische Diagnostik durchgeführt werden.

Dazu berate ich Sie gerne in einem Erstgespräch.

Wer darf Psychotherapie ausüben

Wer darf Psychotherapie ausüben

In Deutschland gibt es grundsätzlich vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:

 

„Psychotherapie ist das methodische Handhaben psychologischer Verfahren auf emotionaler, kognitiver und verhaltensbezogener Ebene zur Therapie von psychischen oder psychosomatischen Störungen oder Bearbeitung von Lebensproblemen.“

(W. Frank)

 

Psychotherapie (griech.: Pflege der Seele) ist die Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen mithilfe wissenschaftlich fundierter psychologischer Methoden durch verschiedene Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation.

Je nach der Form der Psychotherapie geht es bei der Klärung der Krankheitsursachen um die Auseinandersetzung mit dem Unbewussten (z. B. Psychoanalyse, tiefenpsychologische Verfahren oder Gesprächstherapie), oder es wird der Bereich des bewussten Denkens, Empfindens und Handelns ergründet und durchleuchtet (z. B. Verhaltenstherapie).

Die Anwendung der Psychotherapie erfolgt durch ärztliche und psychologische Psychotherapeuten sowie durch Heilpraktiker für Psychotherapie.

Die Bezeichnung Psychotherapeut ist in Deutschland seit 1999 durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geschützt und darf nur von approbierten Therapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung ausgeübt werden.

 

In Deutschland gibt es grundsätzlich vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:

1. Der Arzt / Psychiater – nach einem absolvierten Medizinstudium darf ein Arzt nach Abschluss einer Zusatzausbildung Psychotherapie betreiben. Die Berufsbezeichnung Psychiater steht für einen Mediziner, der eine 5-jährige Facharztausbildung für den Bereich Psychiatrie absolviert hat. Diese Berufsgruppe darf nach dem Abschluss Psychotherapie betreiben, beschäftigt sich aber in der Praxis hauptsächlich mit dem Thema der Medikamente (Psychopharmaka). Diese Berufsgruppen nennen sich auch „ärztliche Psychotherapeuten“.

2. Der Psychologische Psychotherapeut – ein studierter Psychologe kann nach erfolgreichem Studium eine 3-5-jährige Weiterbildung in einem sozialrechtlich anerkannten Therapieverfahren zum Psychologischen Psychotherapeuten absolvieren. Wie der Name schon sagt, nennt sich diese Berufsgruppe „Psychologischer Psychotherapeut“ und grenzt sich damit von den „ärztlichen Psychotherapeuten“ ab.

3. Der Heilpraktiker (Psychotherapie) – nach bestandener Überprüfung beim Gesundheitsamt dürfen Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis psychotherapeutisch tätig werden.

Während kassenärztlich zugelassende Psychotherapeuten nur sozialrechtlich anerkannte Verfahren anwenden (Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) hat der Heilpraktiker für Psychotherapie Therapiefreiheit und kann somit seinen Patienten durch die Nutzung einer Integrativen Psychotherapie das auf die Patientenbedürfnisse abgestimmte Therapieangebot machen.

Diese Vorgehensweise stützt sich damit auch auf die aktuelle Psychotherapieforschung, die herausgefunden hat, dass es sinnvoll ist, aus verschiedenen Therapieverfahren bestimmte Interventionen herauszunehmen, um den größtmöglichen Nutzen für den Patienten zu erzielen.

4. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten – sind gelernte Psychologen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter oder Lehrer mit anschließender Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

 

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen
Psychosomatische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet.

Dass auch psychosozialer Stress krank macht, wird durch diverse Studien nachgewiesen.

Es ist nachgewiesen, dass Stress molekulare Veränderungen an Körperzellen verursachen kann und das erhöhte Adrenalin und Noradrenalin Konzentrationen im Blut langfristig Gefäßschädigungen hervorrufen können, zeigt das psychische Belastungen durch fortwährende Hormonausschüttungen zu molekularen Zellkernveränderungen führt.

Inzwischen geht man davon aus, dass jede Erkrankung, zumindest teilweise auf Stressfaktoren, oder ihre Auswirkungen zurückgeführt werden kann, da diese als dauerhafte Reize das Immunsystem schwächen und so die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten erhöhen.

Stress ist für uns Menschen objektiv nicht fassbar, sondern entspringt dem mehr oder weniger realistischen Glauben, mit einer als wichtig erlebten Situation nicht angemessen umgehen zu können.

Das Stresserleben ist somit eng verknüpft mit der vermuteten Qualität einiger Bewältigungsstrategien und ihrer tatsächlichen Wirksamkeit.

Einzelne Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und psychosomatischen Reaktionen, wie Magen-, Darm-, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Migräne, Muskelverspannungen,Gliederschmerzen usw.

Eine Behandlung erfolgt hier fachärztlich und psychotherapeutisch. Eine organische Ursache muss unbedingt ausgeschlossen werden, bevor meine Therapieansätze im Vordergrund stehen.

Hier ist es wichtig eine realistische Sichtweise auf die Beschwerden zusammen mit dem Betroffenen zu entwickeln das Krankheitsbild muss verstanden und vor allem akzeptiert werden, was erstmal schwer fällt, da die Einschränkungen vorhanden sind, der Arzt aber keine organisch-, körperliche Ursache findet, bzw. diese ausschließen kann.

Der Betroffene geht von Arzt zu Arzt, eine in der Regel mehrjährige Prozedur beginnt, bevor der Therapeut aufgesucht wird.

Angst- und Paniksymptome

Angst- und Paniksymptome
Angst-Paniksymptome

Psychotherapie-Praxis nach Heilpraktikergesetz in der Region: Lippstadt, Geseke und Soest.

Angstörungen sind in Deutschland weit verbreitet und werden immer mehr ein Thema in unserer Gesellschaft.

Die 1-Jahres-Prävalenz beträgt ca 15%,

Generalisierte Angst ist das unangenehme Gefühl des Bedrohtseins,

gekenntzeichnet durch eine ungewöhnliche Intensität, Dauer, Häufigkeit, situative Unangemessenheit, charakterisches Beschwerdemuster, frei flottierend, nicht Objekt- oder situationsbedingt, im Gegensatz zu den Phobien,

die immer Objekt bedingt, situationsgebunden sind.

Körperliche Symptome stehen im Vordergrund.

Oft auch, dass der Patient die Angst unbewusst erlebt.

Schwindel,
Schmerzen in der Brust,
Herzrasen,
gastrointestinale Beschwerden,
reduzierte Belastbarkeit
Hitzewallungen
Zittern

Charakteristisch für eine Panikstörung ist, dass Betroffene an wiederholten
Panikattacken leiden, die nicht in speziellen Situationen,
sondern vielmehr abrupt und schlecht vorhersehbar auftreten.

Die Betroffenen fürchten also nicht bestimmte Situationen, sondern
fürchten das Angstgefühl an sich mit seinen körperlichen und psychischen
Begleiterscheinungen.

Die einzelnen auftretenden Panikattacken sind Momente starker
Angst.

Sie beginnen plötzlich und erreichen innerhalb weniger Minuten
ein Maximum der Angst.

Meist dauern diese Episoden nur kurze Zeit an (wenige Minuten).

Innerhalb dieser Panikattacken erlebt der Betroffene verschiedene
starke körperliche und psychische Symptome ähnlich denen einer
Agoraphobie.

Auch hier berichten die Betroffenen von Unwirklichkeits- und Entfremdungsgefühlen
sowie von einer starken Angst vor Kontrollverlust
und einer Angst, tatsächlich zu sterben.

sind nur einige Folgeerscheinungen.

Dazu spielen direkte und indirekte Folgen eine große Rolle;

Angst vor der Angst
Erwartungsangst
Vermeidungsverhalten

können zur sozialen Isolation führen.

Für Betroffene ist es deshalb wichtig sich zu Informieren, tragfähigen Kontakt zu einem Therapeuten aufzubauen und der Belastung entgegen zu gehen.

Die richtige Therapieform spielt für den Erfolg in der Behandlung eine große Rolle.

Ich berate Sie dazu gerne in einem Erstgespräch.

Depressionen

Depressionen
Depressionen / Burnout / Belastungen

Formen von Depressionen, Belastungen (Burnout,Trauer,Verlust) gibt es viele, die Ursache für die Entstehung ist multifaktoriell.

Ob durch genetische Faktoren, körperliche Erkrankungen, oder kritische Lebensereignisse, um nur einige zu nennen,

die Symptome sind aber oftmals gleich.

Was ist eine Depression?

Im Überblick:

Eine Depression zählt zu den sogenannten „affektiven Störungen“. Dies sind Störungen, bei denen vor allem die
Gefühlswelt betroffen und eingeschränkt ist.

Hauptsächlich leiden Betroffene an einer niedergedrückten Stimmung, einem Verlust von Freude und Interesse und einer Minderung ihres Antriebes.

Eine Depression ist dabei nicht ein „bloßes Symptom“, das bei jedem Menschen gleich behandelt werden kann.

Vielmehr betrifft die Störung einen Menschen mit ganz individuellen Persönlichkeitszügen und einer ganz eigenen Lebensgeschichte.

Entsprechend wird die Behandlung in der „intergrativen Verhaltenstherapie“ Ihren individuellen Lebenshintergrund mit berücksichtigen.

Phasen niedergedrückter Stimmung, Melancholie und das Gefühl von Traurigkeit sind wahrscheinlich jedem Menschen bekannt.

Das Erleben dieser Gefühle und Stimmungen gehört damit zum „Basisrepertoire“ jedes Menschen.

Im Unterschied zu diesen „normalen“ Phasen der Niedergestimmtheit ist eine Depression eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die psychotherapeutischer Unterstützung bedarf.

Auch liegen in der Regel noch zusätzliche Symptome vor, die wir Sichtbar machen und
ausführlich dargestellen werden.

Betroffene sind durch all diese Symptome gequält und in ihrem Alltag und ihrer Lebensführung beeinträchtigt.

Häufig dominiert bei einer Depression auch gar nicht unbedingt ein Gefühl der Traurigkeit, stattdessen erleben Betroffene häufig eine quälende und lähmende Abwesenheit jeglicher Gefühle und damit der eigenen Lebendigkeit.

Was ist typisch für eine Depression?

Charakteristisch für eine Depression sind 3 Hauptsymptome:

– gedrückte Stimmung
– Verlust von Interesse und Freude
– Antriebsminderung

Diese Symptome sind so stark ausgeprägt, dass sie die Lebensqualität und Alltagsaktivitäten des Betroffenen deutlich einschränken.

Auch halten die Symptome für mindestens 2 Wochen an, ohne dass es zu entscheidenden Veränderungen kommt.

Die gedrückte Stimmung ändert sich von Tag zu Tag kaum. Auch positiveErlebnisse beeinflussen die Stimmung nur wenig.

Der Verlust von Freude und Interesse bedeutet, dass Ereignisse, die normalerweise die Stimmung gehoben hätten (ein Geburtstagsfest, der Besuch bei Freunden etc.) nunmehr lediglich „hingenommen“ werden.

Dinge oder Aktivitäten, die den Betroffenen normalerweise interessiert haben, lassen ihn nun gleichgültig.

Der Antrieb ist meist vermindert, das heißt, es fällt den Betroffenen sehr schwer, sich zu Aktivitäten aufzuraffen und Handlungen zu beginnen oder zu beenden.

Manchmal kommt es auch zu einer unangenehmen Steigerung des Antriebes mit ausgeprägter innerer Unruhe.

Beispielsweise fällt es den Betroffenen dann schwer, an einem Ort sitzen zu bleiben, sie stehen ständig auf und laufen ruhelos durch die Wohnung.

Vielen Betroffene glauben, dass es schon irgendwo gehen wird, die Symptome mit der Zeit verschwinden.

Das Gegenteil ist leider Fall, hier ist es wichtig die eigenen Probleme anzusprechen, sich therapeutische Hilfe zu suchen.

In kritischen/akuten Phasen und Situationen ist es möglich mich 24h durchgehend telefonisch zu erreichen, bitte nutzen Sie diese Möglichkeit

Kognitive Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie
Die Kognitive Verhaltenstherapie ist ein besonders effektives,

wissenschaftlich untersuchtes Therapieverfahren mit nachgewiesener Effizienz und Wirkung.

Sie ist gleichzeitig die modernste und wirksamste Form der Verhaltenstherapie.

Hier wird besonderes Gewicht auf das Erkennen, Überprüfen und ggf. Verändern von verinnerlichten Konzepten, Wertmaßstäben, Normen und häufig ablaufenden Gedanken gelegt, da diese meist für das Entstehen emotionaler Probleme
verantwortlich sind.

Nach dem Verändern krankmachender Konzepte lernen Sie, diese neuen Alternativen mit Hilfe
strukturierter Arbeits- und Übungsprogramme in Alltagssituationen umzusetzen, um die theoretischen Erkenntnisse
durch neue Erfahrungen auch glauben zu lernen.

Der Ausdruck Kognitive Verhaltenstherapie mag zu der Schlussfolgerung verleiten, es gehe beim bearbeiten von
Probleme in erster Linie um das Ändern von Verhaltensmustern.

Das hieße jedoch, Ursache und Wirkung oder Problem und Symptom miteinander zu verwechseln.

Wenn jemand bestimmte Fähigkeiten, Verhaltensweisen oder Fertigkeiten nicht gelernt hat,

liegt das meist daran, dass er dies bisher für zu gefährlich, zu lästig oder zu peinlich hielt und es aus
Angst oder Bequemlichkeit vermieden hat, sich damit zu beschäftigen.

Sollte jemand bestimmte Dinge lediglich nicht gelernt haben, wäre das allein kein Grund zu einem Therapeuten zu gehen, denn er könnte ja heute damit beginnen, sein Verhalten zu ändern und zum Beispiel lernen, Kritik angemessen auszudrücken oder zu ertragen, mit dem Alkoholtrinken oder Rauchen aufzuhören, Vorträge zu halten, Freunde oder Partner zu suchen, Reden zu halten oder im Mittelpunkt zu stehen.

Es sei denn, irgendetwas hielte ihn davon ab, beispielsweise der Antrieb, die Angst vor Blamage oder Ablehnung, Scham, Trauer oder Minderwertigkeitskomplexe.

Oft vermeiden Menschen wegen dieser unangenehmen Emotionen, sich mit Situationen, Personen oder Sachen so auseinanderzusetzen, wie es zum Aufbau eines angemessenen Verhaltensrepertoires notwendig wäre.

Dadurch entstehen Defizite oder unangemessene Muster, die längerfristig zu psychischen Beschwerden und nachfolgend zu weiteren Verhaltenseinschränkungen führen können.

Therapeutisch steht daher stets im Vordergrund, die emotionalen Hindernisse für die notwendigen Lernerfahrungen zu bearbeiten.